Tiergestützte Pädagogik an der GGS Kall


Derzeit befinden sich an der GGS Kall zwei Schulhunde im Einsatz. Emma und Luna.



Luna ist die Seniorin, die „Grande Dame“, der Grundschule. Sie ist bereits 15 Jahre alt und begleitet den Unterricht nun schon seit 2007.
Luna ist ein weißer Schäferhund Mischling und die Ruhe in Hundeperson. Emma ist seit 2018 dabei. Sie ist ein 1 ½ jähriges Harzer Fuchs Mädchen. Mit Kunststücken und Clownereien bringt sie uns alle oft zum Lachen. Emma absolviert gerade eine Ausbildung zum Schul- und Therapiehund.

Unsere Schulhunde haben ein freundliches Wesen. Sie sind aufmerksam und zeigen Interesse an ihrer Umgebung. Sie lassen sich alle gerne anfassen, streicheln und zeigen große Freude am Spiel. Alle Schulhunde beherrschen mindestens die Grundkommandos. Die Hundehalter kennen ihre Hunde und können Anzeichen wie Stress oder Überforderung deuten und den Hund der entsprechenden Situation entziehen. Die Schulhunde sind natürlich gesund und werden regelmäßig geimpft und entwurmt.

Alle Kinder der Grundschule werden auf den Umgang mit den Hunden in der „Hundestunde“ vorbereitet. Sie lernen die Tiere kennen und die Regeln im Umgang mit Hunden im Allgemeinen. Die „Hundestunde“ ist ein Highlight für alle und selbst zögerliche Kinder tauen im Kontakt mit den Hunden auf, wollen sie streicheln und mehr über sie erfahren.

Da Tiere bei uns und im Alltag der Kinder eine wichtige Rolle spielen, ist der Einsatz unserer Schulhunde eine logische Konsequenz daraus.

Der Lehrplan des Faches Sachunterrichtes (Richtlinien und Lehrpläne für Grundschulen in Nordrhein-Westfalen Seiten 43-51) weist ganz klar den Umgang mit Tieren aus. Die Kinder lernen hier aber nicht nur etwas über die Tiere, sondern vor allem mit und durch die Tiere.

Hunde in der Schule haben positive Auswirkungen auf: Gesundheit, Psyche, soziale Entwicklung, Lernen, Konzentration. Der Schulhundeinsatz kann helfen Ängste abzubauen,

Aggressivität zu reduzieren, die Wahrnehmung und Konzentrationsfähigkeit zu steigern, soziale und emotionale Kompetenzen zu entwickeln sowie Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Es ist erwiesen, dass Kinder die mit Tieren aufwachsen ein besseres Sozialverhalten zeigen, rücksichtsvoller und ausgeglichener sind. Die allgemeinen Klassenregeln werden durch den Einsatz der Hunde leichter umgesetzt. Die Kinder wissen, was den Hunden gut tut oder was ihnen gefährlich werden kann. Die Klasse ist ordentlicher und die Lernatmosphäre ruhiger.

Die Hunde werden bei uns im Klasssenverband des Halters eingesetzt. Der Schultag startet schon damit, dass einige Kinder zum Ankommen den Kontakt mit dem Klassenhund suchen, mit diesem kuscheln, ihm Dinge erzählen und nachschauen, ob sie gut versorgt sind und es ihnen gut geht. Die Kinder sind stolz auf „ihre“ Schulhunde. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und freuen sich, wenn sie die Hunde an der Leine führen oder sie ihnen ein Kommando geben dürfen. Der Einsatz unserer Schulhunde stärkt die Persönlichkeit der Kinder. Alle Kinder erfahren Zuneigung und Annahme. Die Hunde machen keine Unterschiede und sie spüren, ob eines der Kinder gerade mehr Zuwendung braucht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die tiergestützte Pädagogik an der GGS Kall eine große Bereicherung für die Kinder ist und diese sehr viel mit und von den Tieren lernen.